Cantiere biografico
degli Anarchici IN Svizzera








ultimo aggiornamento: 26/04/2026 - 17:04

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Witkop-Rocker Milly

Verlegerin, Publizistin



DadaWeb

Geboren 1. März 1877 in Slotopol, gestorben 23. November 1955 in  Peekskill /New York

 

Am frühen Nachmittag des 4. März 1933 kamen Milly Witkop und ihr Ehemann Rudolf Rocker auf der Flucht vor dem nationalsozialistischen deutschen Staat, in Basel an. Dort stiegen sie in einem kleinen Hotel am Rhein ab. Sie reisten aber schon am 8. März wieder ab, um sich in Zürich mit einer ganzen „Anzahl alter Freunde“ und Genoss*innen zu treffen. In Zürich bezogen sie im Volkshaus ein Zimmer. Am Nachmittag des 9. März fand ein erstmaliges persönliches Treffen mit Fritz Brupbacher statt. Die Rockers und Brupbacher waren über ihren gemeinsamen Freunde Max Nettlau in Kontakt getreten. „Sein offenes und freies Wesen nahm mich sofort für ihn ein und es dauerte nicht lange, so plauderten wir wie alte, vertraute Freunde mit einander.“, erinnert sich Rocker in seinen Lebenserinnerungen. Rocker erinnert sich weiter: “Brupbacher war ein Mensch, der nie fertig war und stets nach neuen Erkenntnissen rang. Deshalb passte er nie richtig in einen bestimmten Parteirahmen und stand schon damals den Gedankengängen des Anarchismus sehr nahe. (…) Seiner geistigen Veranlagung nach war Brupbacher eigentlich stets Anarchist.“ Am Abend waren Brupbacher, Milly Witkop und Rudolf Rocker zum Abendessen bei der Familie von Bernhard Mayer eingeladen. Dort trafen Milly und Rudolf ebenfalls einen alten anarchistischen Mitstreiter: Erich Marks, der mit Rocker schon seit seiner Zeit der Jungen in Zürich (der radikalen, teils anarchistische Opposition innerhalb der Deutschen und Schweizer Sozialdemokratie der 1890er Jahre) in Verbindung stand. „Es herrschte eine freundliche, warme Stimmung in jenem traulichen Kreise, die uns nach den überreizten Tagen der letzten Woche umso wohltuender berührte.“ Erinnert sich Rocker. Erich Maks, der eng mit der italienischsprachigen Anarchistengruppe in Zürich verbunden war, organsierte ein paar Tage später einen Vortrag in der Gruppo libertario, wo Rocker über „letzten Ereignisse in Deutschland“ berichtete. An diesem Abend lernten die Rockers erstmals Luigi Bertoni kennen. Mit „Bertoni, der zu den besten Vertretern der freiheitlichen Bewegung aller Länder gehörte“, diskutierten Milly und Rudolf die Aussichten einer „Eindämmung der Gefahr“ des totalen Sieges des Faschismus in Europa. Wie Bertoni extra von Genf nach Zürich reiste, kam auch ein alter Freund Yudl Tupman von Genf nach Zürich, um die Rockers zu treffen. Tupman „freute sich herzlich, uns in Sicherheit zu wissen.“ Ende März 1933 verliessen Milly Witkop und Rudolf Rocker Zürich und reisten weiter nach Saint Tropez, auf eine Einladung hin, die sie von Emma Goldman, erhalten hatten, denn in der Schweiz konnten sie nicht bleiben. . „(…)Wir fühlten uns beide etwas bedrückt, als wir endlich von den lieben Freunden in Zürich Abschied nehmen mussten.“ erinnert sich Rocker

 

 


FONTI: WP


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